Engagementnachweis

Was ist ein Engagementnachweis?

„Bürgerschaftliches Engagement hinterlässt Spuren – nicht nur gesellschaftliche, auch biographische. Damit Aktive ihren freiwilligen Einsatz auch für ihren beruflichen Werdegang nutzen können, wurde der Engagementnachweis »Füreinander.Miteinander – Engagiert im Ehrenamt« entwickelt. Dieser dokumentiert fachliche und soziale Kompetenzen und bescheinigt die im Engagement erworbenen Fähigkeiten.“ (Zitat  der Staatskanzlei in Düsseldorf)

Nordrhein-Westfalen hat gemeinsam mit Wohlfahrtsverbänden und weiteren Trägern des Ehrenamtes, Wirtschaftsverbänden und Arbeitgeberorganisationen einen Engagementnachweis eingeführt. Der Engagementnachweis Nordrhein-Westfalen ist eine bescheinigte Wertschätzung für den Ehrenamtlichen. Es ist eine Art Zeugnis, das sehr gut für Bewerbungen oder Personalgesprächen eingebunden werden kann. Es drückt soziale und gesellschaftliche Kompetenz aus. Anders als bei der Ehrenamtskarte Nordrhein-Westfalen wird kein besonderer zeitlicher Umfang der Tätigkeit vorausgesetzt. Ehrenamtliche erhalten den Engagementnachweis von der Organisation, für die sie tätig sind.

Ein Engagementnachweis macht wirklich Sinn

Nützlich kann er beispielsweise in folgenden Situationen sein:

  • Bewerbungsunterlage für junge Menschen
  • Bewerbungsunterlage für Erwerbstätige, die sich beruflich verändern möchten
  • Bewerbungsunterlage für Wiedereinsteiger in den Beruf
  • Entscheidungshilfe für Personalchefs durch die Bestätigung der sozialen Kompetenzen
  • Anerkennung und Wertschätzung des Vereins für geleistete Ehrenamtsarbeit – auch für ausscheidende Ehrenamtliche

Um eine solche Bescheinigung zu bekommen, muss die Organisation, die ihn ausstellt, hierzu die Berechtigung haben. Diese bekommt sie auf formlosen Antrag vom Land NRW. Voraussetzung ist die Gemeinnützigkeit dieser Organisation und das Bestehen sein mindestens 2 Jahren. Die Gemeinde selbst kann für ihren Bereich entsprechende Nachweise ausstellen.

In der Regel trifft das für Wachtberger Vereine zu, die schon länger eingetragen sind. Ansprechpartner beim Land ist das Referat Bürgerschaftliches Engagement bei der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen;
E-Mail: karina.conconi@stk.nrw.de 

Der Antrag zur Ausstellungsberechtigung kann formlos  mit folgenden Angaben gestellt werden:

  • Bitte um Erteilung der Ausstellungsberechtigung für den Engagementnachweis
  • Name und Adresse der Organisation
  • Hinweis, seit wann die Organisation besteht und die Anerkennung der Gemeinnützigkeit vorliegt
  • Angabe der Website der Organisation (wenn möglich)

Wird die Ausstellungberechtigung erteilt, erhält die antragstellende Organisation per Email einen Link mit einem Passwort zum Aufruf des Formulars.

Was ist der Inhalt des Engagementnachweises?

Wie bei einem richtigen Zeugnis  sind in der Regel folgende Auskünfte aufzunehmen; dabei ist zu beachten, dass es sich auch um die Sprachgepflogenheit von Zeugnissen handeln sollte:

  • Name, Geburtsdatum und Wohnort der/des Ehrenamtler/in
  • Informationen über die Trägerorganisation
  • Das Einsatzfeld, sowie die Art der ehrenamtlichen Tätigkeit
  • Der Umfang der wöchentlichen Stunden
  • Schlüsselqualifikationen (Team- und Kommunikationsfähigkeit, Kreativität und Abstraktionsvermögen sowie Leistungsfähigkeit)
  • Dokumentationen von Qualifizierungen und Weiterbildungen
  • Besondere Fähigkeiten, die bei der Ausübung des Ehrenamtes erworben wurden
  • Danksagung für das Engagement

Es würde sich – bei Bedarf – sicher anbieten, wenn sich die Wachtberger Vereinsvorstände um eine entsprechende Zulassung bei der Staatskanzlei bemühen, um den Ehrenamtlich Tätigen vielleicht den entscheidenden Bonus in ihrem (Berufs-)Leben mit auf den Weg zu geben.