Bei uns sind in dieser Woche 36 Anrufe eingegangen. Es ging um Einkaufshilfen, Nachfragen von Angehörigen, die weiter weg wohnen und sich informieren wollten, wie wir ihre Angehörigen vor Ort unterstützen könne – oft waren es aber auch Menschen, die einfach nur das Gespräch suchten.

Einen Einsatz möchte ich an dieser Stelle beispielhaft schildern:


Wir hatten einen Anruf von zwei schwerbehinderten Menschen, die zudem noch an einer Vorerkrankung leiden. Sie haben uns gebeten, für sie einzukaufen. Das Problem: Durch die anhaltende Situation war auch nur noch wenig Bargeld vorhanden. Was also tun?
Wir haben selbst ein Konto eröffnet und dieses aus privaten Mitteln aufgefüllt, um handlungsfähig zu sein.

Der Plan:
  • Unsere aktive Helferin bekommt einen Vorschuss von 100 € auf Ihr Konto
  • Die Helferin kauft mit der Einkaufsliste ein.
  • Die Einkäufe werden an die Hilfesuchenden ohne Kontaktaufnahme ausgeliefert.
  • Die Helferin macht ein Foto vom Kassenzettel, leitet dieses an uns weiter und überweist den Restbetrag wieder auf unser Konto.
  • Die Hilfesuchenden bekommen eine Rechnung von uns.
Gegen Mittag rief mich unsere junge Helferin an und berichtete über Ihren Einsatz. Sie sagte, dass sie den Vorschuss komplett zurücküberweisen würde. „Ich habe mit den beiden Hilfesuchenden eine Vereinbarung geschlossen, dass ich jetzt weiter für sie einkaufe. Ich bezahle den Einkauf mit meiner Bankkarte vor und die beiden Hilfesuchenden überweisen den Betrag dann wieder auf mein Konto“, erklärte sie.
Der Bericht der jungen Dame hat mich sehr berührt. Sie ist Studentin und erklärte, solange die Uni´s zu sind, bin ich flexibel. Sie können mich zu jeder Zeit anrufen.
Die Kinderbetreuung vermitteln wir, seitdem das Kontaktverbot verfügt wurde, nicht mehr. Wir mussten unsere Angebotspalette hier notwendiger Weise anpassen.